Mittwoch, 6. Oktober 2010

Kupari

Im Herbst letzten Jahres war ich eine Woche in Kroatien, genauer in Süddalmatien, auf der Insel Korcula, und habe dazu auch schon einige Artikel gepostet:Ein Beitrag war jedoch immer noch offen, nämlich die Beschreibung dessen, was wir in dem kleinen Ferienort Kupari gesehen haben, ein paar Kilomter südlich von Dubrovnik. Das Besondere an Kupari ist nämlich, dass es dort eine Ferienanlage mit vier großen Hotels gibt, die im Kroatienkrieg Ende 1991 zerstört wurden, und die nach wie vor in diesem Zustand vorzufinden sind (oder zumindest vor einem Jahr noch vorzufinden waren). Da es keinerlei Absperrungen oder Verbotsschilder gab, haben wir uns die Anlage erst von außen angesehen, sind dann aber auch in die Gebäude hinein gegangen.

Man bekommt einen guten Überblick, wenn man sich die Bucht in Google-Maps anschaut. Im Südosten der Karte befindet sich das "Pelegrin" Hotel, erkennbar an der teilweise zerstörten, Ruß geschwärzten Ecke links unten. Nördlich davon steht der Hotel-Komplex "Kupari", östlich das ehemalige "Grand" Hotel und ganz rechts der Hotelkomplex "Goricina I" und "Goricina II".

Wir beginnen unseren Spaziergang im "Goricina" mit einem Blick über die Bucht:


Links das tiefblaue Wasser mit dem Sandstrand, rechts das "Grand" und geradeaus das "Pelegrin". Hinten am rechten Rand sieht man einen Teil das "Kupari".

Ein Blick auf eine der Terassen lässt die ehemalige Mondänität des Hotels erahnen:


Geht man nach Westen, trifft man zuerst auf das "Grand Hotel", das seine Ursprünge in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts hat:


Seine Fassade ist vollkommen zerschossen, überall sieht man Einschläge von Gewehr-und Granatkugeln:



Auch innen sieht es nicht viel besser aus:



Das Dach hat mehrere Volltreffer erlitten, hier einer der Seiteingänge:


Geht man vom "Grand" weiter Richtung "Pellegrin", kommt man einigen Strandkiosken vorbei:


Auch sie sind mit Einschusslöchern übersäht:


Auf dem weiteren Weg sahen wir diesen (leicht beunruhigenden) Durchschuss eines Treppengeländers:


Beunruhigend einerseits angesichts der Durchschlagkraft solcher Geschosse, andererseits angesichts der Tatsache, dass es sich um einen Zufallstreffer gehandelt haben dürfte - der selbstverständlich auch ein anderes Ziel hätte treffen können.

Zum Schluss haben wir uns das "Pelegrin" angesehen, das ebenfalls von diversen Treffern gezeichnet ist:



Geht man näher heran, kann man sich eine ungefähre Vorstellung davon machen, was hier los gewesen sein muss:


Obwohl das Hotel aufgrund seiner äußeren Erscheinung durchaus elegant aussieht, war es wohl eher für den Massentourismus gedacht (der im Jugoslawien der 80er Jahre blühte). Aus der Nähe betrachtet gab das "Pelegrin" jedenfalls keine besonders gute Figur ab:


Die Zimmer waren klein und uniform, mit einer schmucklosen und spartanischen Inneneinrichtung (soweit man das noch beurteilen konnte). Hier ein Beispiel aus einem der oberen Stockwerke, mit einem direkt darüber liegenden Dachtreffer:


Ins "Kupari" haben wir uns nicht mehr getraut, denn da war außer uns noch jemand drin. Erst als wir wieder im Auto saßen und an der angebrannten Westseite vorbei fuhren, haben wir gesehen, dass dort auch mehrere Autos standen und Personen in den ziemlich zerstörten Bau huschten. Keine Ahnung, was die dort anstellten, wir wollten unser Glück nicht überstrapazieren.

Nachfolgend noch ein paar Links zu weiteren Informationen:Wer noch etwas über Kupari weiss, auch über den heutigen Zustand, kann mich gerne per Mail anschreiben. Ich freue mich über jede Information und würde sie ggfs. in diesen Artikel einbauen.

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Sonntag, 29. August 2010

La Palma 4 - Küste etc.

Hier ist Teil 4 der vierteiligen Serie über La Palma. Die anderen Teile befinden sich hier: Teil 1, Teil 2, Teil 3.

Der Strand von Los Cancajos

Dito, mit Blickrichtung Santa Cruz

In der Altstadt von Santa Cruz

Dito - bitte vergrößern, der Hund hat ein Knickohr ;-)

Die Steilküste bei Tijarafe

Nahe Tijrafe: ein Ferienhaus des Projektes Turismo Rural

Die Leuchttürme von Fuencaliente, im Hintergrund die Salinen

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La Palma 3 - Flora und Fauna

Hier ist Teil 3 der vierteiligen Serie über La Palma. Die anderen Teile befinden sich hier: Teil 1, Teil 2, Teil 4.

Ein ziemlich zutraulicher Kolkrabe in 2500 m Höhe

Der Trieb einer kanarischen Kiefer

Ein Feigenkaktus

Keine Ahnung was das ist - wer es weiß, bitte Info...

Eine blaue Malve

Eine der allgegenwärtigen kanarischen Eidechsen (40 cm lang)

PS. Meine Kenntnisse in Biologie sind nicht besonders gut, daher bin ich bei den Beschriftungen der Bilder etwas unsicher gewesen. Bitte um Rückmeldung, falls eine der Bezeichnungen nicht korrekt oder spezifisch genug ist, ich werde das dann umgehend korrigieren.

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La Palma 2 - Vulkane

Hier ist Teil 2 der vierteiligen Serie über La Palma. Die anderen Teile befinden sich hier: Teil 1, Teil 3, Teil 4.

Mondaufgang am Vulkanaschefeld Llano del Jable

Blick vom Llano del Jable Richtung Norden

Unterhalb des Gipfels des Fuente de los Roques

Blick vom Fuente de los Roques auf den Pico del Teide auf Teneriffa

Blick vom Vulcano de Teneguia Richtung Osten

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La Palma 1 - Berge

Letzte Woche war ich auf Fotosafari auf La Palma. Ihr wisst schon, das ist diese äußerst bergige Kanaraneninsel, die vom Massentourismus bislang verschont geblieben ist. Die stattdessen gern von Wanderern besucht wird und von Einheimischen wie Besuchern häufig - und meiner Meinung ganz nach zu Recht - als "La Isla Bonita" bezeichnet wird.

In einer kleinen Serie von vier Artikeln will ich eine Auswahl der schönsten Fotos zeigen, die ich während des Aufenthalts gemacht habe. Wir fangen an mit Bildern aus den Bergen; dann folgen Impressionen von den Vulkangebieten, einige Fotos zu Flora und Fauna, und am Ende zeige ich Bilder von der Küste und einige Bilder aus der Hauptstadt Santa Cruz. Die anderen Teile befinden sich hier: Teil 2, Teil 3, Teil 4.

Die Auswahl an Motiven ist natürlich subjektiv und etwas unvollständig. Geht auch gar nicht anders, denn in der einen Woche, die ich vor Ort war, habe ich es noch nicht einmal geschafft, alle wichtigen Sehenswürdigkeiten abzugrasen, obwohl ich täglich fast zwölf Stunden unterwegs war. Das hier soll aber auch kein Reiseführer sein, denn die gibt es zur Genüge, sondern die Artikel sollen euch einen kleinen Eindruck von der Insel und ihren Naturschönheiten geben.

Die Brücke zwischen San Andrés und Los Sauces

Blick von der Brücke ins Tal

Die Auffahrt von El Paso zur La Cumbrecita

Aufstieg von der La Cumbrecita zum Roque de los Cuervos

Blick auf den Roque de los Cuervos

Blick vom Rand der Caldera auf den einzigen Süßwassersee der Insel

Eines der vielen Teleskope auf dem Roque de los Muchachos

Blick vom Roche de los Muchachos in die Caldera de Taburiente

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Sonntag, 18. Juli 2010

Mit der EX1 auf Kreta

Wir waren gerade eine Woche auf Kreta, im Nordwesten, zwischen Chania und Rethminon, in dem kleinen Urlaubsort Georgiopoulis (man spricht das "Jor[g]jopoli[s]" aus - wir hatten auch einige Mühe damit ;-).

Am Abend vor dem Abflug hatte ich die große Fototasche schon gepackt und mich mühsam mit dem Gedanken angefreundet, sie neben dem ohnehin schon vollen Rucksack als Handgepäck mit mir herumzuschleppen. Wie beim Flug nach Kroatien sah ich schon die ungeschickten Hände eines humorlosen Gepäck-Kontrolleurs, dem das Röntgenbild der vollen Tasche zu komplex ist, fettige Fingerabdrücke auf Objektiven und Displays hinterlassen.

Da befiel mich ein abenteuerlicher Gedanke.

Ich dachte mir, warum nicht einfach den ganzen Krempel zuhause lassen und nur mit der kleinen Samsung EX1 auf Reisen gehen? Die Fototasche bleibt zuhause und mein Handgepäck reduziert sich auf den kleinen Rucksack, der nun noch nicht einmal mehr sonderlich voll ist. Die EX1 passt samt Ersatzakku und Speicherkarte, Handy und Mini-Faltkarte von Kreta in eine winzige Fototasche, die locker in den Rucksack geht. Auch für das kleine Ladegerät und ein paar Bücher und Zeitschriften ist noch Platz. Das Netbook und mein Manfrotto-Ministativ wandern ins Hauptgepäck in den Koffer:


Ich dachte mir "auch wenn ich es nie wieder tue" und habe es genau so gemacht. Auf Fotoreise mit einer Taschenknipse! Nun wollen wir mal sehen, was dabei heraus gekommen ist:

Der Hafen von Georgiopoulis

Am Kournas-See

Die Bucht von Georgiopoulis

Irgendwo in den weißen Bergen

Chora Sfakion von oben...

...von unten

...und von der Seite

Der Traumstrand von Elafonissi

Obwohl ich anfangs einige Bedenken hatte, muss ich sagen, dass dieses einfache Equipment gut funktioniert hat - obgleich ich auf dieser Reise nicht unerhebliche fotografische Ambitionen hatte. Gelegentlich habe ich eine etwas längere Brennweite vermisst, aber das eingebaute 24er, die hohe Lichtstärke des Objektivs, die insgesamt sehr beachtliche Bildqualität und das gute Handling der EX1 haben diesen Nachteil mehr als aufgewogen.

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