Kupari
Man bekommt einen guten Überblick, wenn man sich die Bucht in Google-Maps anschaut. Im Südosten der Karte befindet sich das "Pelegrin" Hotel, erkennbar an der teilweise zerstörten, Ruß geschwärzten Ecke links unten. Nördlich davon steht der Hotel-Komplex "Kupari", östlich das ehemalige "Grand" Hotel und ganz rechts der Hotelkomplex "Goricina I" und "Goricina II".
Wir beginnen unseren Spaziergang im "Goricina" mit einem Blick über die Bucht:

Links das tiefblaue Wasser mit dem Sandstrand, rechts das "Grand" und geradeaus das "Pelegrin". Hinten am rechten Rand sieht man einen Teil das "Kupari".
Ein Blick auf eine der Terassen lässt die ehemalige Mondänität des Hotels erahnen:

Geht man nach Westen, trifft man zuerst auf das "Grand Hotel", das seine Ursprünge in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts hat:

Seine Fassade ist vollkommen zerschossen, überall sieht man Einschläge von Gewehr-und Granatkugeln:


Auch innen sieht es nicht viel besser aus:


Das Dach hat mehrere Volltreffer erlitten, hier einer der Seiteingänge:

Geht man vom "Grand" weiter Richtung "Pellegrin", kommt man einigen Strandkiosken vorbei:

Auch sie sind mit Einschusslöchern übersäht:

Auf dem weiteren Weg sahen wir diesen (leicht beunruhigenden) Durchschuss eines Treppengeländers:

Beunruhigend einerseits angesichts der Durchschlagkraft solcher Geschosse, andererseits angesichts der Tatsache, dass es sich um einen Zufallstreffer gehandelt haben dürfte - der selbstverständlich auch ein anderes Ziel hätte treffen können.
Zum Schluss haben wir uns das "Pelegrin" angesehen, das ebenfalls von diversen Treffern gezeichnet ist:


Geht man näher heran, kann man sich eine ungefähre Vorstellung davon machen, was hier los gewesen sein muss:

Obwohl das Hotel aufgrund seiner äußeren Erscheinung durchaus elegant aussieht, war es wohl eher für den Massentourismus gedacht (der im Jugoslawien der 80er Jahre blühte). Aus der Nähe betrachtet gab das "Pelegrin" jedenfalls keine besonders gute Figur ab:

Die Zimmer waren klein und uniform, mit einer schmucklosen und spartanischen Inneneinrichtung (soweit man das noch beurteilen konnte). Hier ein Beispiel aus einem der oberen Stockwerke, mit einem direkt darüber liegenden Dachtreffer:

Ins "Kupari" haben wir uns nicht mehr getraut, denn da war außer uns noch jemand drin. Erst als wir wieder im Auto saßen und an der angebrannten Westseite vorbei fuhren, haben wir gesehen, dass dort auch mehrere Autos standen und Personen in den ziemlich zerstörten Bau huschten. Keine Ahnung, was die dort anstellten, wir wollten unser Glück nicht überstrapazieren.
Nachfolgend noch ein paar Links zu weiteren Informationen:
- Memorandum des Tourismus-Ministeriums zum Kupari-Komplex
- Ein weiteres Papier des Tourismus-Ministerium zur Rolle und wirtschaftlichen Bedeutung des Tourismus (mit einem Bild der intakten Kupari-Anlage von 1990)
- Ein interessanter Bildbericht mit Vorher-/Nachher-Bildern
- Ein (nicht sehr umfangreicher) Wikipedia-Artikel



































