Sonntag, 5. Juli 2009

Fernsehturm Hamburg

Auf einer Fahrradtour durch die Stadt habe ich heute auch den Hamburger Fernsehturm fotografiert:


Bei dem sonnigen Wetter kam der weisse Turm vor dem blauen Himmel natürlich super zur Geltung. Aufnahmestandort war die Sternschanze, etwas westlich des Eingangs zum Mövenpick Hotel (dem ehemaligen Wasserturm).

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Donnerstag, 2. Juli 2009

Neubau Störbrücke - Juli 2009

Hier ein paar ein Impressionen vom aktuellen Stand des Störbrücken-Neubaus:



Von weitem sieht man nicht sehr viel, denn die letzten "großen" Arbeiten, die Montage der Stahlkästen für die Vorlandbrücken liegen ein paar Monate zurück. Aus der Nähe erkennt man allerdings, dass gerade die Fundamente für die Fahrbahn erstellt werden:


Allzu lange kann es also nicht mehr dauern, bis die neue Brücke für den Verkehr freigegeben wird. Darauf freue ich mich schon, vielleicht kann man das Bauwerk am Eröffnungstag ja mal zu Fuß erkunden.

Außerdem wird es anschließend wohl bald losgehen mit dem Abriss der alten Brücke - auch das sicher eine gute Gelegenheit für viele neue Fotos und eine Fortsetzung der Serie. Links auf alle Postings zu diesem Thema finden sich beim Hauptartikel der Serie.

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Montag, 29. Juni 2009

Hafenamt

Dieses Bild ist gewissermaßen der Kontrapunkt zu dem gestrigen. Es ist nur eine Stunde vorher entstanden, bei praktisch identischen Wetter- und Lichtverhältnissen:


Im Gegensatz zum vorigen Bild habe ich hier allerdings gewartet, bis die Sonne hinter den Wolken verschwunden war. Das dadurch ohnehin schon etwas flaue Grün habe ich am Computer noch etwas entsättigt. Verstärkt wird der monochrome Gesamteindruck durch die übrigen Bildanteile, die von sich aus schon wenig farbig sind (die Straße und das Holzhaus und die etwas dickere graue Wolkendecke).

Dadurch ergibt sich eine völlig andere emotionale Aussage. Grau und trübe statt hell und freundlich. Eigentlich fehlt nur noch eine einzelne Person am oberen Rand der Treppe, die mit hängenden Schultern leicht geistesabwesend in die Ferne schaut...

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Sonntag, 28. Juni 2009

B5 bei Heiligenstedten

Das Bild zeigt ein Stück der B5 von Brunsbüttel nach Itzehoe, von der Julianka-Brücke bei Heiligenstedten Richtung Osten fotografiert:


Wechselnde Bewölkung ist immer günstig für solche Fotos.

Wenn man etwas Geduld hat, erwischt man einen Augenblick, an dem die Sonne scheint und erhält so gut gesättigte Grün- und Gelbtöne. Durch das seitlich einfallende Licht kommt Plastizität ins Bild.

Die Wolken lockern den Himmel etwas auf, so dass er interessanter aussieht, als wenn er einfach nur blau wäre. Hat man keinen Verlaufsfilter zur Hand, kann man die obligatorische leichte Abdunklung des Himmels auch später am Computer erledigen - vorausgesetzt, der Tonwertumfang ist nicht zu groß für die Kamera (die G1 hat das ganz gut hinbekommen).

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Freitag, 26. Juni 2009

Hessenstein

In der Nähe der Hohwachter Bucht, etwa zwei Kilometer westlich von Gut Panker bei Lütjenburg befindet sich der 17 Meter hohe Hessenstein:


Das ist ein achteckiger backsteinerner Aussichtsturm auf einem Hügel mitten im Wald. Wirft man einen Euro in den Kassenautomat, öffnet sich (mit etwas Glück) die Gitterschleuse und man kann über eine gusseiserne Treppe nach oben gelangen:


Auf der kleinen Aussichtsplattform hat man einen tollen Ausblick über Wälder und Felder und kann bis zur Ostsee bzw. (auf der anderen Seite) bis zum Selenter See sehen:


Der Clou an dem Türmchen sind die runden Fenster, die im Rahmen seiner Sanierung im Jahre 1983 neu verglast wurden:


Bei Sonnenschein erzeugen sie bunte Muster auf Fußboden und Wänden und sorgen im ansonsten relativ dunklen Innenraum des Turms für ein beinahe kirchliches Ambiente. Der Hessenstein ist einer der schönsten Aussichtstürme Schleswig-Holsteins; wer in der Nähe ist, sollte sich seinen Besuch auf keinen Fall entgehen lassen.

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Dienstag, 23. Juni 2009

Trainingseinheiten

Mit dem Fotografieren ist es wie mit den meisten anderen Tätigkeiten: je mehr man übt, desto versierter wird man. Leider gilt auch der Umkehrschluss, denn wer sich auf seinen Lorbeeren ausruht, verliert seine Fähigkeiten wieder. Meist langsam, manchmal schnell, immer sicher!

Aus diesem Grund habe ich oft auch bei normalen Spaziergängen, beim Besuch bei Freunden, beim Motorrad fahren oder bei anderen Allerweltsgelegenheiten einen meiner Fotoapparate dabei. Die LX3 bietet sich derzeit besonders an, denn sie ist klein und stört eigentlich fast nie.

Die folgenden Bilder sind beispielsweise ohne besonderen Aufwand während abendlicher Runden mit dem Hund enstanden:

Lupinen mit Sonne im Rücken

Ein Blatt im Gegenlicht

Böser Baum

Natürlich kommen dabei keine Wettbewerbsbilder dabei heraus, aber man bleibt in Übung und trainiert das fotografische Auge.

Sonntag, 21. Juni 2009

Es steht immer noch

Wie schon erwartet, das Silo stand auch gestern noch da:


Viel ist aber nicht mehr übrig geblieben. Noch eine Woche, dann ist es weg.

PS. Findet ihr nicht auch, dass dieses Bild eine schöne Postkarte von St. Margarethen abgeben würde? Irgendwie erinnert mich der jetzige Zustand an das Marine-Ehrenmal in Laboe.

Nachtrag:

Der aktuelle Stand am 26. Juni sieht so aus.

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Sonntag, 14. Juni 2009

Silo St. Margarethen

Jahrzehntelang wurde das Bild von St. Margarethen im Kreis Steinburg durch das ca. 30 m hohe Silo dominiert, das am Ortsausgang Richtung Büttel zu finden war. Diese Ära geht nun vorbei, denn das Silo wird gerade abgerissen:


Bei dieser offenbar mühsamen und langwierigen Arbeit werden mit der Abrissbirne viele kleine Löcher in das Silo geschlagen, um so Stück für Stück größere Teile der stabilen Stahlbetonhülle zu entfernen:


Das obige Foto zeigt den Stand der Arbeiten am 2. Juni. Heute bin ich in der Erwartung nach St. Margarethen gefahren, dass das Silo mittlerweile dem Erdboden gleich gemacht wurde - und war sehr überrascht, es immer noch stehen zu sehen:


Offenbar echte Qualitätsarbeit! Hochgerechnet wird es wohl noch bis Ende des Monats dauern, bis die Überreste verschwunden sind und St. Margarethen seine alte Skyline endgültig verloren hat. Ich schätze, die Anwohner werden nicht allzu böse sein.

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Mittwoch, 10. Juni 2009

Feuerbesucher

Die meisten Besucher auf Brobo Photo kommen über Suchmaschinen herein. Nachdem es am 29. Mai in Itzehoe gebrannt hat, waren die mit Abstand häufigsten Suchbegriffe "Feuer in Itzehoe", "Feuer Itzehoe", "Großer Brand in Itzehoe" und "Feuer Fielmann Itzehoe".

Sie alle führten zu dem Artikel Feuer in Itzehoe und haben die täglichen Besucherzahlen für kurze Zeit verfünffacht:


Ebenso schnell, wie das Interesse an diesem speziellen Ereignis entbrannt war, verschwand es allerdings auch wieder - nach ein paar Tagen hatte sich der Traffic normalisiert. Nun stehen wieder Begriffe wie "Alsen Itzehoe", "Störbrücke Itzehoe", "Stahlwerk Neumünster", "Schienenbus", "Schweinehof" oder "Panasonic G1" an der Spitze der Hitliste.

Montag, 1. Juni 2009

Mühlentag

Heute war Mühlentag in Deutschland, d.h. man konnte viele der sonst nicht zugänglichen Wind- und Wassermühlen besuchen und die alten Mahlwerke in Aktion sehen.


Das erste Bild zeigt einen Teil des Getriebes in der Wassermühle Hanerau. Dank 1/8 Sekunde Belichtungszeit sieht man deutlich die Bewegung der Zahnräder - in Wirklichkeit haben sie sich nicht soo schnell gedreht.


Das zweite Bild zeigt das Näh- und Arbeitszimmer im ersten Stock der Mühle "Gott mit uns" in Eddelak.

Sonntag, 31. Mai 2009

Feuer in Itzehoe

Seit vor etwa 4 Wochen der letzte Artikel auf Brobo Photo erschienen ist, habe ich bis zum Hals in der Inbetriebnahme eines großen Softwareprojekts gesteckt. Das ist nun überstanden und ich habe eine gewisse Hoffnung, das es diesbezüglich in naher Zukunft etwas ruhiger werden wird.

Der erste Artikel nach der "Pause" hat leider gleich einen sehr unschönen Hintergrund.

Zu sehen sind Bilder von dem ausgebrannten Wohn- und Geschäftshaus in der Itzehoer Feldschmiede. Dort war in der Nacht zu Samstag ein Großfeuer ausgebrochen, bei dem ein junger Mann unter sehr dramatischen Umständen in seiner Wohnung im 4. Stock verbrannte (s. Artikel in der Norddeutschen Rundschau vom 2. Juni).

Wegen der verwinkelten Bauweise konnte die Feuerwehr den Mann, der aus einem ungünstig gelegenen Seitenfenster um Hilfe rief, weder mit der eigenen Drehleiter noch mit der Teleskopleiter der Feuerwehr Elmshorn retten. Das Treppenhaus war beim Eintreffen der Feuerwehr stark verqualmt und kurze Zeit später so weit zerstört, dass selbst die Atemschutzträger keine Chance mehr hatten, den Bewohner auf diesem Wege zu retten.






Das Feuer war wohl im Dachgeschoss und im Keller gleichzeitig ausgebrochen; bereits vor ein paar Wochen soll es im Keller eine Brandstiftung gegeben haben.

Feuer und Löschwasser haben das Gebäude unbewohnbar gemacht. Außer der Mietwohnung befanden sich noch eine Fielmann-Filiale sowie die Praxisräume des Augenarztes Rüping und des Steuerberaters Heetsch in dem Gebäude. Die Itzehoer Fußgängerzone ist an dieser Stelle vollständig gesperrt, das Schicksal der Brandruine ungewiss.

Weitere Informationen zu den Ereignissen finden sich auf shz.de (und hier), auf dem Presseportal der Polizei und bei der Itzehoer Feuerwehr.

Sonntag, 26. April 2009

Motorrad-Crash

Auf dem Deula-Gelände in Rendsburg fand heute die Veranstaltung Biker und Polizei statt, die sich rund um das Thema Sicherheit beim Motorradfahren drehte. Eigentlich bin ich hauptsächlich wegen einer Probefahrt mit einer BMW F800GS nach Rendsburg gefahren, aber es gab noch eine ganze Menge mehr zu sehen.

Neben dem Bremswettbewerb zwischen Trecker, Panzer und Motorrad (ratet mal, wer gewonnen hat - das Motorrad war's jedenfalls nicht) zählten die beiden Dummy-Crashtests mit anschließender Personenrettung zu den spektakulären Events. Ich habe den ersten gesehen, bei dem ein Motorrad mit ca. 50 km/h seitlich in einen Kleinwagen hineinfährt.

Dabei wurde das Motorrad mit einem per Seilzug betriebenen Schlitten beschleunigt, um mit Tempo 50 in die Fahrertür des Autos zu knallen. Die Fahrertür wurde verbeult, die Seitenscheibe ging zu Bruch und der Motorradfahrer landete reichlich unsanft auf dem Dach des Autos:




Wenn man genau hinsieht, erkennt man, dass das Heck des Fiesta durch den Aufprall etwa 20 cm verschoben wurde.

Nach dem Crash begannen die Rettungsarbeiten. Zuerst wurde der Biker vom Dach des Autos geholt, für ihn sah es nicht gut aus:



Anschließend wurde der verletzte Fahrer befreit (zuvor hatte er eine Halsmanschette erhalten). Dazu entfernten die Rettungskräfte zunächst alle noch intakten Scheiben des Wagens, um dann mit der Rettungsschere das Dach abzuschneiden:




Nachdem das Dach abgehoben war, wurde der Fahrer auf einer beweglichen Bahre nach hinten aus dem Wagen heraus gezogen und im Rettungswagen weiter versorgt. Die ganze Aktion dauerte ca. 15 Minuten und wurde von einem Team des NDR gefilmt. Wenn ich es richtig verstanden habe, soll der Film morgen gegen 18:15 auf N3 zu sehen sein.

Freitag, 17. April 2009

Fly in the Wood

Neulich, im Heiligenstedtener Forst:


Aufgenommen mit der LX3 bei f/2.8 und 1/320, 24 mm Weitwinkel, Makromodus, freihändig.

Mittwoch, 8. April 2009

Leichte Flaute

Die regelmäßigen Leser werden es schon bemerkt haben: die Zahl der Postings auf Brobo Photo ist in den letzten Wochen etwas zurück gegangen.

Grund ist nicht etwa, dass ich keine Lust mehr zum Fotografieren habe - ganz im Gegenteil. Vielmehr habe ich derzeit mit unserem projektinternen Weblog mehr als genug zu tun. Darin wird die Endphase eines größeren Software-Projekts in Bild und Text dokumentiert, was de facto dazu führt, dass ich mich neben der eigentlichen Projektarbeit jeden Abend mit Bildern beschäftige, die ich tagsüber aufgenommen habe.

Da bleibt dann tatsächlich nicht mehr viel Zeit für andere fotografische Themen. Allerdings versuche ich wenigstens am Wochenende, ein paar Stunden zusätzlich aufzubringen. Letzten Sonntag war ich beispielsweise mit dem Rad in der Gegend von Itzehoe unterwegs:



Das Wetter hat mitgespielt und so sind ein paar brauchbare Aufnahmen entstanden. Großen Anspruch haben derartige Exkursionen allerdings nicht. Diese Episode wird noch ein, zwei Monate dauern, dann ist das Projekt zu Ende, und dann sollten auch wieder größere Themen möglich sein.

Donnerstag, 26. März 2009

Industriegebiet Brunsbüttel-Süd

Zwischen Büttel und dem Nord-Ostsee-Kanal in Brunsbüttel liegt das mehrere hundert Hektar große Industriegebiet Süd. In der Mitte hat das riesige Bayerwerk Brunsbüttel seinen Sitz, darüber hinaus findet man dort eine ganze Reihe weiterer Unternehmen aus der chemischen Industrie, der Energie- und Mineralölwirtschaft und der Logistikbranche.








Ich habe dort letzten Samstag etwa zwei Stunden lang fotografiert, um den Charakter dieser Gegend einzufangen. Einen besonderen Reiz hatte für mich die Tatsache, dass das Gebiet an einem Samstag Nachmittag praktisch menschenleer ist und selbst Fahrzeuge die "Idylle" nur alle paar Minuten stören.

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Sonntag, 22. März 2009

Unter Dampf

Dieses Foto habe ich gestern im Industriegebiet Süd in Brunsbüttel aufgenommen. Es zeigt zwei Jogger, die gerade am Werk von Yara vorbeilaufen:


Der "Qualm" im Hintergrund ist offenbar Wasserdampf, der bei der Herstellung von Chemikalien entsteht. Laut Website des Unternehmens wird in Brunsbüttel Ammoniak und Harnsäure hergestellt.

Während der etwa zweistündigen "Rundreise" per Fahrrad sind noch viele weitere Aufnahmen entstanden, die zusammen eine Art Portrait dieses Industriegebiets ergeben. Ich werde sie in den nächsten Tagen hier einstellen.

Sonntag, 15. März 2009

Alsen Anfang 2009

Vor knapp einem Jahr habe ich das letzte Mal über das Alsen-Gelände berichtet. Trotz des fortschreitenden Rückbaus kommt man hier als Fotograf gelegentlich noch auf seine Kosten. So gegensätzlich wie das Gelände sind immer noch die Bilder, die man hier machen kann.

Blickt man in die eine Richtung, sieht man die Reste der maroden, halb verfallenen, halb abgerissenen Gebäude:


Dreht man sich herum, sieht man auf der anderen Seite Neues entstehen, dass mit seiner übertriebenen Buntheit in einem grotesken Kontrast zu der Einöde gegenüber steht:


Trotz des Rückgangs geeigneter Flächen sind auch immer noch fast jeden Tag Sprayer unterwegs, die sich mit ihren Kunstwerken auf den grauen Betonfassaden verewigen:


Früher waren die Graffiti-Künstler hart an der Grenze zur Illegalität, und sie mochten es gar nicht, wenn man sie bei der "Arbeit" fotografierte. Heute wird das offenbar entspannter gesehen und die Sprayer stören sich meist nicht an Zuschauern, selbst wenn diese einen Fotoapparat dabei haben.

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Sonntag, 8. März 2009

Neubau Störbrücke - Update

Für die Schafe auf der Weide sieht die Baustelle aus wie immer:


Bei näherer Betrachtung stellt man allerdings fest, dass mittlerweile fast alle Stahlkästen für die Vorlandbrücken eingesetzt sind:


Nur direkt neben der Stör fehlen noch ein paar von ihnen. Sie stehen aber schon an Ort und Stelle und werden demnächst montiert:


Auch nördlich der eigentlichen Brücke haben die Arbeiten zur Erweiterung der Autobahn begonnen. Zwischen den Abfahrten Itzehoe-Sude und Itzehoe-Nord der A23 liegt nämlich ein bisher ebenfalls nur dreispuriges Stück, das im Zuge der Bauarbeiten verbreitert werden muss. Dazu wurde in den letzten Tagen ein kleines Waldstück westlich des Sieversbeks gerodet, um für die Erweiterung der Fahrbahn Platz zu machen:


Die Spaziergänger und Hundebesitzer des angrenzenden Neubaugebiets haben nun einen relativ freien Blick auf die Autobahn. Bei einer Geschwindigkeitsbegrenzung von derzeit 40 km/h ist das eine relativ entspannte Angelegenheit; wie es sich nach Abschluss der Bauarbeiten "anfühlen" wird, bleibt abzuwarten.

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Montag, 2. März 2009

Olpenitz

Ende Dezember war ich an der Schleimündung unterwegs, um mir Port Olpenitz anzusehen. Auf dem riesigen Gelände des ehemaligen Marinestützpunkts Olpenitz soll - so Website und Prospekt - ein "Ferienresort der Extraklasse" entstehen. Leider ist das Gebiet immer noch wie eine Kaserne gesichert, und als Normalsterblicher ohne Autorisierung kommt man auf legalem Weg nicht hinein:


Der Wachmann ließ sich nicht erweichen, sondern verwehrte mir mit dem Hinweis auf "Baustellentätigkeiten" den Zutritt. Da kann man nichts machen, über den Zaun klettern mochte ich auch nicht.


Na ja, ich wollte sowieso noch zurück nach Kappeln und Lindaunis. Zuvor bin ich allerdings noch auf die kleine Halbinsel hinter Olpenitzdorf gefahren und konnte dort ein paar Sonnenstrahlen erwischen:


Ganz am Ende der Halbinsel liegt auf einer bewachsenen Anhöhe eine alte, offenbar derzeit unbewohnte Bauernkate direkt am Wasser. Genau gegenüber, am anderen Ufer der Schlei, kann man Maasholm entdecken, noch nicht einmal einen Kilometer entfernt.

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Samstag, 14. Februar 2009

Steve McCurry in Schleswig

Ich bin nicht gerade einer der größten Fans des amerikanischen Fotografen Steve McCurry - dafür sind mir seine Bilder zu bunt. Aber wenn er persönlich nach Schleswig (!) kommt, um sein fotografisches Werk in der weltweit ersten Retrospektive zu präsentieren, ist das so etwas wie ein Pflichttermin. Mit dem Afghan Girl hat McCurry immerhin eine der bekanntesten fotografischen Ikonen der letzten dreissig Jahre geschaffen.

Der Vortrag fand gestern Abend in der Casa Cultura statt, dem Soldatenheim des ehemaligen Kasernengeländes Auf der Freiheit. Mit schätzungsweise 700 bis 800 Zuschauern war der Saal rappeldicke voll:


In der vom Statdmuseum Schleswig gut organisierten Präsentation zeigte Steve McCurry mehr als 130 seiner Fotografien, und zu fast jedem Bild gab es eine interessante Geschichte oder ein Stück Hintergrundinformation zu hören. McCurry's Stil war locker, teilweise sogar witzig, und die spontanen Reaktionen des Publikums liessen keinen Zweifel daran aufkommen, dass der auf Englisch gehaltene Vortrag gut ankam (im doppelten Sinne).

Neben schönen Fotos von Reisen nach Indien, Nepal, Tibet oder Afghanistan waren auch Bilder von den Attentaten des 11. September und einige schockierende Bilder aus Kriegsregionen zu sehen. Die von den meisten Zuschauern mit Spannung erwarteten Bilder des afghanischen Mädchens kamen natürlich ganz zum Schluss:




Anschließend gab es noch Gelegenheit, Fragen an den Fotografen zu richten, was das sachverständige Publikum auch munter tat:


Hier konnten wir beispielsweise erfahren, dass McCurry auf seinen Auslandsreisen meist einen muttersprachlichen Assistenen dabei hat, dass Farbe ihm nicht das Hauptanliegen in seinen Bildern ist (obgleich er ein gutes Auge für Farbkompositionen habe), und dass er mit Nikon-Equipment fotografiert, gelegentlich auch mit einer Hasselblad. Besonders erwähnt hat er die D3, deren hohe Lichtempfindlichkeit
seinem Stil sehr entgegen kommt.

Alles in allem ein sehr schöner Vortrag, für den sich die relativ weite Anfahrt bei Schnee und Eis mehr als gelohnt hat. Alle Aufnahmen habe ich mit der LX3 von meinem Platz aus gemacht. Es war relativ dunkel im Saal, ich musste mit ISO 400 bei Offenblende f/2 und 1/13 bis 1/25 sec. aus der Hand fotografieren.

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