Samstag, 19. Juni 2010

Neubau Störbrücke Eröffnung Einweihung

Heute wurde die erste Hälfte der neuen Störbrücke über die A23 bei Itzehoe eingeweiht. Autos waren noch nicht zugelassen, stattdessen konnte man das Bauwerk zu Fuß oder mit dem Rad erkunden. Um einen Eindruck von dem Ereignis zu bekommen, wollen wir einen kleinen Spaziergang über die Brücke machen. Los geht's!

Es ist viertel vor zehn, wir starten am nördlichen Ende der Brücke, dort wo normalerweise die Abfahrt Itzehoe-West auf die Lindenstraße führt. Heute war der gewöhnliche Kraftverkehr ausgesperrt, so dass man auf diesem Weg zu Fuß auf die Brücke kam:


Es herrschten Temperaturen um die zehn Grad, teilweise regnete es und auf der Brücke war es recht windig mit kräftigen Böen. Folglich war zu dieser Zeit noch nicht viel los:


Der Mittelteil der Brücke war so hergerichtet, wie es bei dieser Art von "Event" üblich ist: der eine oder andere Autohändler war präsent, ebenso einige ortsansässige Kaufleute, die Feuerwehr ebenso, es spielte eine Blaskapelle, und - ganz wichtig - oben auf der Brücke waren diverse Stände aufgebaut, um für die Verköstigung der Massen zu sorgen:


Ist das nicht nett? Der höchste Biergarten Itzehoes, mit direktem Blick auf die Stör und das Stadtgebiet:


Hinten links das Prinovis-Werk, in der Mitte die Hochhäuser vom Holstein-Center, die St. Laurentii-Kirche und die Silos der Mühlenwerke Rusch. Seit zehn Jahren warte ich darauf, hier einmal fotografieren zu dürfen.


Tatsächlich war der Trubel gegen halb elf schon wesentlich größer als es auf diesen Bildern den Anschein hat. Die Schaulustigen strömten langsam aber sicher von beiden Seiten auf die Brücke, ein Fernsehteam des NDR begann zu drehen, der neue Bürgermeister eilte auch gerade herbei und oben wurde es langsam eng.

Das Fotografieren wurde schwieriger (jedenfalls wenn man die Brücke als Motiv im Sinn hatte), so dass ich zugesehen habe, wieder runter zu kommen:


Der südliche Zugang war vom Sandweg (zwischen Heiligenstedten und Wellenkamp) aus eingerichtet. Dort konnte man über die Baustellenrampe auf die Brücke kommen:


Der Sandweg war kurzerhand zur Einbahnstraße erklärt worden, um als Parkplatz für die Besucher zu dienen, die von der südlichen Seite auf die Brücke wollten:


Es ist doch immer wieder erstaunlich, wie viel Platz so ein paar Autos brauchen. Wer am Ende der Schlange stand, musste immerhin gut zwei Kilometer bis zur Mitte der Brücke zurücklegen.

So weit, so gut. Ihr hab hoffentlich einen kleinen Eindruck von der Eröffnung der neuen Störbrücke bekommen. Mal sehen, was morgen in der Zeitung steht. Ich jedenfalls bin trotz knapper Zeit auf meine Kosten gekommen und durfte die Brücke endlich mal auf legalem Weg betreten (was nicht heissen soll, dass ich es schon einmal illegal getan habe ;-). Vermutlich wird das "bald" noch einmal möglich sein, wenn nämlich in etwa 3 Jahren die parallel verlaufende, zweite neue Brücke fertig gestellt ist. Die folgenden 40 Jahre wird die Störbrücke dann wohl für Fußgänger tabu sein. Warum gibt es eigentlich keinen Fußweg darüber?

Das nächste brückenfotografische Ereignis steht allerdings vor der Tür. Es wird der Abriss der alten Brücke sein! Ich bin schon gespannt, wie sie das machen und werde sicher mit der Kamera dabei sein.

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